Kliniken müssen in eigener Verantwortung wirtschaftlich handeln können, das garantiert ihren Erfolg

1,1 Millionen Euro mehr wird es nach Schätzungen des LVR kosten, wenn die Kliniken des Landschaftsverbandes Rheinland 30 Prozent ihres Lebensmittel-Bedarfs aus Bio-Lebensmitteln decken. So wollen es SPD, Grüne und FDP beim Landschaftsverband Rheinland. Die CDU-Fraktion will dagegen von der LVR-Verwaltung wissen, ob Beratung und Entscheidung über die Zusammensetzung der Krankenhaus-Kost in die Zuständigkeit der Krankenhausausschüsse und des Gesundheitsausschusses fällt oder ob dies nicht "Geschäft der laufenden Verwaltung" ist. Wenn der Antrag der Belastungsmehrheit Schule mache, so die CDU-Fraktion, müssten sich demnächst zum Beispiel auch die LVR-Ausschüsse für die Heilpädagogischen Netzwerke, der Betriebsausschuss bei der Jugendhilfe Rheinland und der Landesjugendhilfeausschuss positionieren.

 

Was begründet einen Anteil von 30 Prozent Bio-Lebensmitteln, wollen die Christdemokraten weiter wissen. Warum nicht 50 Prozent? Warum nicht 20 Prozent? Wer kompensiere den höheren Aufwand? Wie sei es um die Wirtschaftlichkeit der Häuser bestellt, die in scharfer Konkurrenz zu anderen Krankenhäusern stehen? Wie vertrage sich das Ansinnen von SPD, Grünen und FDP mit der Vorgabe an die Krankenhäuser, in eigener Verantwortung für das Wohl der Patientinnen und Patienten sowie der Klinik zu wirtschaften? "Bio-Produkte sind um 60 Prozent bis 350 Prozent teurer als Produkte aus konventionellem Anbau", weiß der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Rolf Einmahl. "In der starken Konkurrenz zu anderen Häusern ist eine günstige Kostenstruktur ein entscheidender Standortfaktor. SPD, Grüne und FDP setzen die Wirtschaftlichkeit unserer Häuser aufs Spiel."