Archäologische Zone: Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Köln und dem LVR bleibt eine offene Baustelle

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Köln und dem Landschaftsverband Rheinland beim Projekt "Archäologische Zone/Jüdisches Museum" kommt nicht voran. Nachdem es im ersten Fachgespräch im Januar zu einem handfesten Krach gekommen war über die Frage, wer die Leitung der wichtigen Arbeitsgruppe "Befund und Konzeption" übernimmt, stellt ein Sachstandsbericht an den LVR-Kulturausschuss vorige Woche Donnerstag (14. März) fest: "Das Projekt Archäologische Zone/Jüdisches Museum weist nach wie vor ungelöste Probleme aus. Hier sind insbesondere Anforderungen an die Statik, die nicht abgeschlossene Grabung und die fehlende Feinkonzeption zu nennen."

 

Darüber hinaus hatte der LVR bis Mitte März offenbar keinen Einblick in die Planungsunterlagen der Stadt Köln. Die CDU-Fraktion beim LVR sieht sich deshalb nicht nur in ihrer grundsätzlichen Skepsis gegenüber dem Projekt bestätigt. Vielmehr befürchten die Christdemokraten auch erhebliche Reibungsverluste in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Köln und LVR: Der Beschluss von SPD, Grünen und FDP in der Landschaftsversammlung Rheinland zur Übernahme der Trägerschaft für das Projekt Archäologische Zone/Jüdisches Museum ist fast vier Monate alt. Das heißt: Die Institution, die die millionenschwere Trägerschaft übernehmen soll, hat bisher keinen tieferen Einblick in das Projekt nehmen können. Ist das Fahrlässigkeit oder Absicht? Auf jeden Fall ist es ein schlechtes Omen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.