Aus dem Preußenmuseum soll ein Museum der niederrheinischen Geschichte werden

 Eine inhaltliche Neuausrichtung des Preußenmuseums in Wesel fordert die CDU-Fraktion beim LVR. Dem Vorschlag folgten die anderen Fraktionen jetzt in der letzten Sitzung des Landschaftsausschusses in diesem Jahr. Mit dem Beschluss zur Übernahme der Trägerschaft für das Preußenmuseum durch den LVR beschloss der Landschaftsausschuss auch die "schrittweise Realisierung einer inhaltlich-konzeptionellen Neuorientierung des Museums mit der Perspektive eines LVR-Museums zur Geschichte am Niederrhein".

 

 Die inhaltliche Neuausrichtung des Museums solle der Tatsache Rechnung tragen, dass die Geschichte des niederrheinischen Raumes über seine Bedeutung als westlichster Vorposten der brandenburg-preußischen Politik seit dem frühen 17. Jahrhundert weit hinausgehe, hatte die CDU ihren Vorschlag begründet. Dabei soll die wichtige geschichtliche Rolle Preußens am Niederrhein und der Stadt Wesel als preußische Festungs- und Garnisonsstadt weiterhin einen Schwerpunkt des Museums bilden. Darüber hinaus aber werden nach der inhaltlichen Neukonzeption die zahlreichen historischen Verflechtungen mit dem niederländischen Raum sowie die europäische Dimension der niederrheinischen Geschichte und Kultur wesentlich stärker in den Blick rücken. 

 

 Die veränderte inhaltliche Ausrichtung müsse sich auch im Namen des Museums widerspiegeln, sagt die CDU und regt eine neue Namensgebung für das Preußenmuseum an.