LVR-Neubau Ottoplatz - Siegerentwürfe vorgestellt

Der Entwurf des Architekturbüros "kadawittfeldarchitektur" hat den Architekturwettbewerb um den Neubau des LVR-Hauses am Ottoplatz in Köln-Deutz gewonnen. Eine 31-köpfige Jury unter dem Vorsitz des Stuttgarter Professors Jörg Aldinger wählte das Aachener Architekturbüro unter 21 eingereichten Vorschlägen aus.  Die Jury setzte sich aus Politik und Verwaltung des LVR und Architektinnen und Architekten zusammen. Für die Stadt Köln war der Baudezernent vertreten. 

 

In ihrer Entscheidung für den Siegerentwurf führt die Jury unter anderem aus: „Als besonderes Merkmal des städtebaulichen Entwurfes schlägt der Verfasser einen an der Opladener Straße gegenüber des Ottoplatzes langgestreckten circa 75 Meter langen Vorplatz vor, hierdurch greift der Entwurf die bisherige stadträumliche Situation auf, widmet den Raum der öffentlichen Nutzung als repräsentativen Vorplatz des LVR. (...) Die Grundrissstaffelung des Hochhausbaukörpers führt am Ottoplatz zu einer wohlproportionierten, schlanken Fassade. Das Hochhaus fußt, für den Betrachter nachvollziehbar, auf dem Vorplatz und bildet die räumliche Fassung dieses neuen Stadtraumes, vis-à-vis des Deutzer Bahnhofs."

 

Der Landschaftsverband Rheinland plant an Stelle seines so genannten LVR-Hauses am Ottoplatz in Köln-Deutz einen neuen Bürokomplex für rund 1000 Beschäftigte. Grund dafür ist unter anderem akuter Platzmangel in den bestehenden Verwaltungsgebäuden. Darüber hinaus ist das alte Gebäude am Ottoplatz mit seiner verwinkelten Architektur und mehrfach ergänzt um Anbauten unwirtschaftlich, der Brandschutz entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und müsste aufwändig general-saniert werden. Eine vom LVR in Auftrag gegebene Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hatte einen Neubau als die wirtschaftlichste Lösung erarbeitet.