CDU mahnt wirtschaftlichere Organisation der Industriemuseen an

Die Industriemuseen des Landschaftsverbandes Rheinland sind hervorragende Zeugnisse der rheinischen Industriegeschichte. Doch das spiegelt sich nicht in den Besucherzahlen wider. Einzelne LVR-Museen zählen am Tag nur 15 Besucherinnen und Besucher. "Wir müssen etwas tun, um unsere Industriemuseen interessanter zu machen. Gleichzeitig müssen wir ihre Wirtschaftlichkeit erhöhen", fordert deshalb der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion beim LVR, Professor Dieter Patt. Insbesondere die Öffnungszeiten müssen angepasst und optimiert werden. Gleichzeitig müssen die Museen bei den Institutionen wie auch Unternehmen an ihren Standorten oder der näheren Umgebung stärker als Orte zur individuellen Nutzung angeboten werden. Zu prüfen ist auch, wie das öffentliche kulturelle Leben der Standortgemeinden und Regionen besser einbezogen werden kann. Dabei sollte auf Wünsche und Anregungen der Standortgemeinden (zum Beispiel bei Ausstellungen, Konzerten, Schulunterricht) intensiver als bisher eingegangen werden.

 

Und nicht zuletzt muss überlegt werden, ob nicht die Branchen, deren Geschichte die Industriemuseen zeigen und repräsentieren, in die Konzeption und Wirtschaftlichkeit der Museen mit berücksichtigt werden können. Die CDU beim LVR hat dazu einen entsprechenden Antrag (www.cdu.lvr.de) erarbeitet. Patt: "Wenn die Besucherzahlen stagnieren oder zurückgehen, können wir nicht weitermachen wie bisher. Dann stehen die Kosten in keinem Verhältnis zum Ertrag. Der LVR ist es seinen Mitgliedskörperschaften und sich schuldig, sich grundlegende Gedanken zu machen, wie die Attraktivität und Wirtschaftlichkeit der Museen verbessert werden kann."