Archäologische Zone: Befürchtungen der CDU beim LVR bewahrheiten sich. Wird das Projekt ein Fass ohne Boden?

Häppchenweise kommen bei dem Projekt "Archäologische Zone/Jüdisches Museum" in Köln die Zahlen auf den Tisch. Vor diesem Fass ohne Boden hat die CDU beim LVR immer gewarnt. "Es ist zu erwarten, dass schon jetzt die Zahlen und der Finanzbedarf weiter nach oben korrigiert werden müssen", mahnt der kulturpolitische Sprecher der CDU, Professor Dieter Patt. Und er verweist auf erste Berechnungen der Arbeitsgruppe "Finanzen/Betriebsform/Organisation". Bei der grundsätzlichen Abstimmung über die Folgekosten dieses Projektes machte der LVR bei den Personal- und Betriebskosten höhere Ansätze geltend. Die Stadt Köln hatte hier 6,3 Millionen Euro veranschlagt. Nach LVR-Berechnungen müsse aber mindestens schon jetzt eine halbe Million Euro mehr angesetzt werden, so dass der LVR auf 6,8 Millionen Euro Personal- und Betriebskosten kommt. Vorsorglich macht der LVR aber heute schon geltend: "Diese Kostenermittlung ist noch immer nicht abgeschlossen und mit hohen Unsicherheiten verbunden."

 

"Die CDU beim LVR verkennt nicht die kulturpolitische Bedeutung der Archäologischen Zone", erklärt CDU-Kultursprecher Patt. "Gleichzeitig aber haben wir eindringlich auf das unkalkulierbare finanzielle Risiko hingewiesen. Es sind die rheinischen Städte und Kreise, die das bezahlen müssen. Und denen steht meist das Wasser bis zum Hals. Sie können und wollen es sich nicht leisten, dass sie in ihren eigenen Städten und Kreisen freiwillige Leistungen für die Kultur streichen müssen, während sie über die Landschaftsverbandsumlage zur Finanzierung eines Projektes der Stadt Köln und auch zu anderen Projekten des LVR herangezogen werden. So treiben SPD, Grüne und FDP auch einen Keil in die kommunale Familie. Und sie tragen die Verantwortung dafür, wenn die Archäologische Zone ein Fass ohne Boden wird."