CDU-Fraktion beim LVR verabschiedet ihren Schuldezernenten Michael Mertens

"Der Landschaftsverband Rheinland verliert einen engagierten Kämpfer für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Michael Mertens hat sich in seinen acht Jahren beim LVR weit über die Grenzen der ´inklusiven Familie` hinaus einen Namen gemacht. Wir alle werden sein Engagement vermissen." Mit diesen Worten würdigte der Vorsitzende der CDU-Fraktion beim LVR, Rolf Einmahl, den Ende September dieses Jahres ausgeschiedenen CDU-Schuldezernenten Michael Mertens. 

 

2004 wählte die Landschaftsversammlung Rheinland den damaligen Leiter des Jugendamtes der Bundesstadt Bonn zum Dezernenten für Jugend und Schule. In seine Amtszeit fiel das ambitionierte Programm zum Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren, das die damalige CDU-geführte Landesregierung unter CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und CDU-Familienminister Armin Laschet aufgelegt hatte und das das LVR-Landesjugendamt unter der Leitung von Michael Mertens umsetzte. "Die SPD hatte bis 2005 die Notwendigkeit von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren völlig verschlafen",  erinnerte CDU-Fraktionschef Rolf Einmahl. Das Land NRW habe 2005 mit einer Quote von unter drei Prozent die Rote Laterne des Tabellenletzten unter den bundesdeutschen Ländern gehalten. Dass das Land NRW zum Ende der Regierung Rüttgers in einer ambitionierten Aufholjagd über 90 000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren verfügte, sei auch das Verdienst von Michael Mertens.

 

CDU und LVR-Verwaltung hatten sich nach Ablauf der achtjährigen Amtszeit von Michael Mertens für dessen Wiederwahl eingesetzt. Allein SPD, Grüne und FDP verweigerten die Zustimmung. "Personalpolitik und roter Filz stehen vor Sachkompetenz und Engagement", hatte CDU-Fraktionschef Rolf Einmahl kritisiert. Michael Mertens wechselt nunmehr zur evangelischen Graf-Recke-Stiftung nach Düsseldorf. Einmahl: "Ich bin sicher, man wird weit über die Parteigrenzen hinaus seine offene und natürliche Art, seine Sachkompetenz, seinen Rat und seinen Einsatz für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen suchen und erhalten."